OG Kush ist eine der einflussreichsten Cannabissorten der letzten dreißig Jahre. Der Indica-dominante Hybrid prägte in den 1990ern die Westküste der USA und steckt heute in der Ahnenreihe zahlloser moderner Strains – von Girl Scout Cookies bis Do-Si-Dos. In diesem Sortenprofil erfährst du, woher OG Kush stammt, was über die Genetik bekannt ist, welche Terpene das typische Aroma prägen und worauf es beim Anbau ankommt.

OG Kush Steckbrief
| Typ | Indica-dominanter Hybrid (meist ca. 55 % Indica / 45 % Sativa angegeben) |
|---|---|
| Genetik | Nicht gesichert; häufig genannt: Chemdawg × Hindu Kush, teils mit Lemon Thai |
| Herkunft | Florida, später Los Angeles (Anfang bis Mitte der 1990er) |
| THC | ca. 19–24 % (je nach Phänotyp und Anbau) |
| CBD | unter 1 % |
| Dominante Terpene | Myrcen, Limonen, Caryophyllen |
| Aroma | Erdig, Kiefer, Zitrus, Kraftstoff |
| Blütezeit indoor | 8–9 Wochen |
| Ernte outdoor | Anfang bis Mitte Oktober |
| Ertrag indoor | ca. 400–500 g/m² |
| Wuchs | Mittelhoch, deutlicher Stretch in der Blüte |
| Schwierigkeit | Mittel |
Herkunft und Geschichte von OG Kush
Die Geschichte der Sorte beginnt nach den meisten Überlieferungen in Florida. Anfang der 1990er soll die Sorte von dort nach Los Angeles gekommen sein, wo sie sich schnell zum Maßstab der kalifornischen Szene entwickelte.
Lange Zeit kursierte sie fast ausschließlich als Steckling („clone only“). Erst später brachten Züchter samenfeste und feminisierte Versionen heraus. Deshalb gibt es heute zahlreiche Varianten, die unter dem Namen gehandelt werden – etwa SFV OG, Tahoe OG oder Larry OG.
Auch der Name ist umstritten. Die gängigsten Deutungen lauten „Ocean Grown“, als Hinweis auf die Küstenherkunft, und „Original Gangster“. Eine belegte Erklärung gibt es nicht.
OG Kush Genetik: Was steckt in der Sorte?
Die genaue Abstammung ist bis heute nicht geklärt. Am häufigsten wird eine Kreuzung aus Chemdawg und einer Hindu-Kush-Linie genannt, manche Quellen ergänzen Lemon Thai.
Diese Mischung erklärt die typischen Eigenschaften gut. Von der Kush-Seite stammen der kompakte Wuchs und die dichten Blüten, von Chemdawg das intensive, an Kraftstoff erinnernde Aroma. Die Zitrusnoten werden oft der Thai-Linie zugeschrieben.

Wer sich für die Kush-Wurzeln interessiert, findet mit Hindu Kush Auto eine Linie, die direkt auf die Landrassen aus dem Hindukusch zurückgeht.
Aroma und Terpenprofil

Das Aroma ist unverwechselbar: erdig und harzig, mit deutlicher Kiefer, frischer Zitrusnote und einem scharfen Unterton von Kraftstoff. Dahinter stehen vor allem drei Terpene:
- Myrcen sorgt für die erdigen, krautigen Noten.
- Limonen bringt die frische Zitrusnote.
- Caryophyllen liefert Würze und eine pfeffrige Schärfe.
Für Grower heißt das: Ab der Blüte riecht die Sorte sehr intensiv. Ein gut dimensionierter Aktivkohlefilter ist beim Indoor-Anbau Pflicht.
OG Kush anbauen: Tipps für Indoor und Outdoor
Die Sorte gilt nicht als ausgesprochene Anfängersorte. Wer ein paar Grundlagen beachtet, kommt aber gut zurecht. Die Basics zum Start findest du in unserem Ratgeber Cannabis Samen keimen lassen.
Indoor
- Stretch einplanen: In den ersten Blütewochen kann sich die Höhe etwa verdoppeln. Topping, LST oder ein SCROG-Netz halten die Pflanze flach.
- Luftfeuchtigkeit kontrollieren: Die dichten Blüten sind anfällig für Schimmel. In der späten Blüte sind etwa 40–50 % relative Luftfeuchtigkeit ein guter Zielwert.
- Nährstoffe vorsichtig dosieren: OG-Linien reagieren empfindlich auf Überdüngung. Lieber etwas unter der Herstellerempfehlung bleiben.
Mehr zum Setup liest du im Guide Cannabis indoor anbauen.
Outdoor in Deutschland und Österreich

Outdoor ist sie in Mitteleuropa Anfang bis Mitte Oktober erntereif. Das ist machbar, aber in nassen Herbsten steigt das Risiko für Blütenfäule (Botrytis). Ein sonniger, gut durchlüfteter Standort oder ein Gewächshaus verbessern die Chancen deutlich. Details zum Saisonverlauf findest du im Outdoor-Saisonguide.
Bekannte Nachkommen von OG Kush
Kaum eine Sorte wurde so oft eingekreuzt wie OG Kush. Einige berühmte Nachkommen:
- Girl Scout Cookies: OG Kush × Durban Poison, selbst Stammmutter vieler Dessert-Sorten.
- Headband: OG Kush × Sour Diesel.
- Do-Si-Dos: OGKB × Face Off OG, eine OG-Linie in zweiter Generation – bei uns als Do Si Dos Auto.
- Twins Purple Kush: Unsere eigene Linie aus OG Kush und Ruderalis.
Ähnliche Sorten bei Twins Garden Seeds
Die Sorte selbst führen wir nicht im Sortiment. Diese Genetiken tragen OG-Kush-Erbe in sich oder bieten ein vergleichbares Kush-Profil:
Direkter OG-Kush-Nachkomme: OG Kush × Ruderalis, erdig-süß mit Beeren- und Piniennoten.
Klassisches Kush-Profil mit erdigen Kaffee- und Kakaonoten, kompakter Indica-Wuchs.
Häufige Fragen zu OG Kush
Was bedeutet „OG“ in OG Kush?
Das ist nicht eindeutig geklärt. Die verbreitetsten Deutungen sind „Ocean Grown“ und „Original Gangster“.
Ist OG Kush Indica oder Sativa?
Die Sorte ist ein Hybrid mit leichter Indica-Dominanz. Meist wird ein Verhältnis von etwa 55 % Indica zu 45 % Sativa angegeben.
Wie lange blüht OG Kush?
Indoor blüht sie etwa 8–9 Wochen. Outdoor ist die Sorte in Mitteleuropa meist Anfang bis Mitte Oktober erntereif.
Ist OG Kush für Anfänger geeignet?
Bedingt. Stretch, Schimmelanfälligkeit und starker Geruch verlangen etwas Erfahrung. Für den Einstieg sind robustere Sorten oft die bessere Wahl.
Welche Sorten stammen von OG Kush ab?
Zu den bekanntesten Nachkommen zählen Girl Scout Cookies, Headband, Do-Si-Dos und zahlreiche OG-Varianten wie SFV OG oder Tahoe OG.
Hinweis: Dieses Sortenprofil dient der Information für Sammler und Hobbygärtner. Beachte die geltende Rechtslage in deinem Land – mehr dazu für Deutschland und Österreich.
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