White Widow ist der Inbegriff des niederländischen Coffeeshop-Klassikers. Mitte der 1990er sorgte die Sorte mit ihren auffällig weiß bereiften Blüten für Aufsehen und gewann 1995 den Cannabis Cup. Bis heute gilt sie als robuster, ausgeglichener Hybrid, der in vielen Kreuzungen weiterlebt. Hier findest du Herkunft, Genetik, Terpenprofil und Anbau-Tipps im Überblick.

Cannabispflanze mit Blütenstand im Garten an einem sonnigen Tag
Kräftiger Wuchs und harzige Blütenstände: ein ausgeglichener Hybrid, der auch im Freiland gut zurechtkommt.

White Widow Steckbrief

Typ Ausgeglichener Hybrid, meist leicht Indica-dominant angegeben
Genetik Brasilianische Sativa-Landrasse × südindische Indica-Hybride
Herkunft Niederlande, Mitte der 1990er
Auszeichnung Cannabis Cup 1995
THC ca. 18–23 % (je nach Phänotyp und Anbau)
CBD unter 1 %
Dominante Terpene Myrcen, Caryophyllen, Pinen
Aroma Erdig, holzig, würzig, leicht süßlich
Blütezeit indoor 8–9 Wochen
Ernte outdoor Ende September bis Mitte Oktober
Ertrag indoor ca. 400–500 g/m²
Wuchs Mittelhoch, kräftig, gut verzweigt
Schwierigkeit Leicht bis mittel

Herkunft und Geschichte von White Widow

White Widow entstand Mitte der 1990er in den Niederlanden, zur Blütezeit der Amsterdamer Samenbanken. Die Sorte wird meist mit dem Züchter Shantibaba in Verbindung gebracht. Wer sie genau zuerst stabilisiert hat, ist in der Szene allerdings bis heute umstritten.

Sicher ist, dass die Sorte schnell Kultstatus erreichte. Der Gewinn des Cannabis Cup 1995 machte sie international bekannt, und bis heute gehört sie zu den meistverkauften Sorten Europas.

Ihren Namen verdankt sie den Blüten: Zur Erntezeit sind sie so dicht mit Harzdrüsen (Trichomen) besetzt, dass sie fast weiß wirken.

White Widow Genetik

Als Eltern werden eine brasilianische Sativa-Landrasse und eine südindische Indica-Hybride, oft der Region Kerala zugeordnet, genannt. Diese Mischung verbindet die Wuchskraft der Sativa mit der kompakten Struktur und kürzeren Blüte der Indica.

Weil die Sorte so verbreitet ist, unterscheiden sich die Versionen verschiedener Samenbanken teils deutlich. Manche fallen kompakter und Indica-lastiger aus, andere wachsen stärker in die Höhe.

Aroma und Terpenprofil

Cannabisblüte mit violett und gelb verfärbten Blattspitzen in der späten Blüte
Zum Ende der Blüte verfärben sich die Blätter häufig – ein normales Zeichen der Reife.

Im Vergleich zu modernen Dessert-Sorten ist das Aroma zurückhaltend: erdig und holzig, mit würzigen Akzenten und einem Hauch Süße. Geprägt wird das Profil vor allem von:

  • Myrcen für erdige, krautige Töne.
  • Caryophyllen für pfeffrige Würze.
  • Pinen für frische, harzige Waldnoten.

White Widow anbauen

Die Sorte gilt als dankbar. Sie wächst kräftig, verzeiht kleinere Fehler und liefert zuverlässig dichte, harzige Blüten. Wie du startest, erklärt unser Ratgeber Cannabis Samen keimen lassen.

Indoor

  • Moderater Stretch: Die Pflanze legt in der Blüte etwa 50–100 % an Höhe zu. Topping fördert mehrere gleichmäßige Haupttriebe.
  • Luftzirkulation: Die kompakten Blüten brauchen gute Belüftung, damit sich keine Feuchtigkeit staut.
  • Harz schützen: Gegen Ende der Blüte die Pflanzen möglichst wenig berühren, damit die Trichome intakt bleiben.

Das passende Setup findest du im Guide Cannabis indoor anbauen.

Outdoor in Deutschland und Österreich

Cannabisblüte mit dichter weißer Trichomschicht und orangen Blütenhärchen
Bei der Outdoor-Ernte im Herbst hilft der Blick auf die Trichome, den richtigen Erntezeitpunkt zu finden.

Dank der Indica-Anteile ist sie outdoor meist Ende September bis Mitte Oktober erntereif. Damit eignet sie sich besser für das mitteleuropäische Klima als viele reine Sativas. Wichtig ist ein sonniger, luftiger Standort. Mehr dazu im Outdoor-Saisonguide.

Bekannte Nachkommen von White Widow

  • White Russian: White Widow × AK-47.
  • Blue Widow: White Widow × Blueberry.
  • White Rhino: White Widow × eine nordamerikanische Indica.
  • Black Widow: eng verwandte Linie aus derselben Ära.

Ähnliche Sorten bei Twins Garden Seeds

Die Sorte selbst führen wir nicht im Sortiment. Diese Genetiken stammen aus derselben Klassiker-Ära oder bieten ein ähnlich robustes, harziges Profil:

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Weiterer Coffeeshop-Klassiker, für alle, die es zitrischer und Sativa-lastiger mögen.

Zur Sorte

Häufige Fragen zu White Widow

Woher hat White Widow ihren Namen?

Der Name bezieht sich auf die Blüten, die zur Erntezeit so dicht mit Trichomen besetzt sind, dass sie weiß wirken.

Ist White Widow Indica oder Sativa?

Die Sorte ist ein ausgeglichener Hybrid aus einer brasilianischen Sativa und einer südindischen Indica. Viele Versionen sind leicht Indica-dominant.

Wie lange blüht White Widow?

Indoor etwa 8–9 Wochen. Outdoor ist die Sorte in Mitteleuropa meist Ende September bis Mitte Oktober erntereif.

Ist White Widow für Anfänger geeignet?

Ja, sie gilt als robust und verzeiht kleinere Fehler. Wichtig sind vor allem gute Luftzirkulation und eine kontrollierte Luftfeuchtigkeit.

Wann hat White Widow den Cannabis Cup gewonnen?

Die Sorte gewann den Cannabis Cup im Jahr 1995.

Hinweis: Dieses Sortenprofil dient der Information für Sammler und Hobbygärtner. Beachte die geltende Rechtslage in deinem Land – mehr dazu für Deutschland und Österreich.

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